Lab 30 - Kühlrippenmessluftschnüffelleuchtstofforgel
- Wann:
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05.11.2009 bis 07.11.2009
- Wo:
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Kulturhaus abraxas - Augsburg
Sommestr.30
Lab 30 - Kühlrippenmessluftschnüffelleuchtstofforgel
Fünf E-Klangobjekte und eine Wundermaschine
Wie klingt ein Kühlblech, machen Lüfter Töne, können Messgeräte Melodien spielen? Computerteile, Relais, Leuchtstoffröhren und Elektrogeräte dienten als Fundus für Musikmaschinen und Lichtobjekte. Geräteteile wurden auf Klangeigenschaften hin untersucht und entgegen ihrer ursprünglich angedachten Nutzung eingesetzt. Die sonst so funktionale Welt aus Drähten, Widerständen, Transistoren und Spulen bekam so eine poesievolle Seite und funktionierte schließlich wieder - aber nun auf verfremdete Art und Weise. Relais bringen Kühlrippen von Computerchips zum Klingen, mechanische Zeitbausteine ticken hörbar über Lautsprecher, ein Stromlaufzeitgerät wird zur Wundermaschine. Alle Objekte haben eine interaktive Komponente. Das Publikum setzt sie in Gang und beeinflusst Licht, Töne, Klänge und die rhythmischen Muster. Präsentiert wird ein interaktives Orchester aus sechs Einzelobjekten, die alle zusammen, gegeneinander und ergänzend aufspielen können.
Die Objekte wurden unter Leitung der beiden Klangkünstler Erwin Stache (Leipzig) und Sebastian Giussani (Augsburg) mit 13 Auszubildenden des Fachbereichs Elektronik der LEW (Ausbildungsleitung: Rainer Trieb) entwickelt und gebaut.
Ein Projekt von MEHR MUSIK! und Lechwerke AG (LEW).
Sebastian Giussani (*74) ist in vielen Musikgenres zuhause. Während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste München lag sein Fokus auf Klanginstallationen und Soundperformances. Er veranstaltet die Elektrokonferenzen und arbeitet seit 4 Jahren verstärkt als Auftragskomponist im Bereich zeitgenössischer elektronischer Musik. 2008 erhielt Sebastian Giussani den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg.
Erwin Stache (*60), ursprünglich in Schlema bei Aue im Erzgebirge geboren, beschäftigte sich bereits ab dem Jahre 1976 unter der schwierigen Materialbeschaffungssituation in der DDR mit dem Bau eines Synthesizers. Weitere Objekte schuf er daher z.B. meist aus Abfallmaterialien, Kassettenrecordern, Schallplattenspielern, Motoren. Er absolvierte ein Studium der Musik und Mathematik und ist seit 1983 freiberuflich als Musiker (Klavier, Orgel), Komponist und Klangobjektebauer tätig und Träger diverser Kunstförderpreise.
Kulturhaus abraxas, Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Do, 5.11., bis Sa, 7.11.
Ausstellung und Konzerte: 5./6.11., 20 - 24 Uhr
Ausstellung und Kurzfilme: 7.11., 14 - 18 Uhr
Eintritt: abends € 10,- / € 8,- (ermäßigt) // Samstagnachmittag € 6,- / € 4,- (ermäßigt) // Clubnacht in der Kantine: € 5,- // 3-Tagesticket: € 24,- / € 20,- (ermäßigt)
Info: Kulturamt, Elke Seidel, Tel. 0821 - 324 3254, Junges Theater Augsburg, Peter Bommas, Tel. 0800 - 444 2995




